UV-Therapie (Phototherapie)
Neue Strategien zur Behandlung von Tinnitus und Hörsturz
Subakute und chronische Hörstörungen sind häufig nicht zufriedenstellend mit herkömmlichen Therapieansätzen zu behandeln. So bleibt nach dem Hörsturz in Einzelfällen eine Hörminderung oder ein lästiger Ohrton übrig, der sich besonders in ruhiger Umgebungssituation manifestiert und so zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität führt.
Gelingt es nicht die Verstopfung der kleinen Gefäße des Innenohres mit durchblutungsfördernden Mitteln innerhalb kurzer Zeit aufzulösen, entsteht durch die Dauerbelastung von Ohrdruck und Ohrton ein Ungleichgewicht im Endorphin- und Neurotransmitterhaushalt - das Geräusch zentralisiert sich. Im Prinzip ensteht neuropharmakologisch gesehen eine Depression, durchblutungsfördernde Medikamente können in diesem Stadium alleine die Situation nicht mehr positiv beeinflussen.
Ein neuer Ansatz hier einzugreifen, ist der Einsatz von Licht. Dabei wird der Patient in einer Lichtkabine einem bestimmten Spektrum von UVA- und UVB-Anteilen ausgesetzt. Die Lichtexposition stimuliert den Serotoninspiegel, beeinflusst den Neurotransmitterstoffwechsel positiv und hemmt gleichzeitig die Ausschüttung entzündungsauslösender Botenstoffe. Wir neigen dazu, die Phototherapie zunehmend früher, teilweise schon parallel zu den durchblutungsfördernden Medikamenten und der Sauerstofftherapie einzusetzen. Die UV-Behandlung bei Tinnitus und Hörsturz erfolgt über mehrere Tage, wobei die Behandlungszyklen nur wenige Minuten dauern.
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