12.06.08
Aktuelle Studien zur Ballondilatation der Nasennebenhöhlen (Ballon Sinuplasty)
Eine Multicenterstudie mit 1036 Patienten betätigt die bisherigen Erfahrungen mit der Ballonsinuplasty: Howard Levine, ein führender amerikanischer Rhinologe veröffentlichte im April 2008 die Ergebnisse der Studie in den "Annals of Otology, Rhinology & Laryngology". Bei einem mittleren Follow-up über 40 Wochen konnte eine Verbesserung der Symptome in 95% der Fälle, ein unveränderter Status in 3,8% und eine Verschlechterung in 1% beobachtet werden.
Parallel dazu untersuchte Friedmann die Patientenzufriedenheit, den postoperativen Schmerz und die Kosten von konventioneller Nasennebenhöhlenchirurgie versus der Ballonsinuplasty und veröffentlichte die Ergebnisse im American Journal of Rhinology:
Die Heilungsraten waren mit beiden Verfahren vergleichbar, die Patientenzufriedenheit, der postoperative Schmerz sowie die postoperativen Kosten aufgrund von Nachbehandlung, Entzündungen, Heilungsdauer waren mit der Ballonsinuplasty signifikant geringer.
Besonders die Kostenfrage wird von den deutschen Versicherungsträgern nach wie vor beharrlich ignoriert. Die einseitige Fixierung auf die hohen Materialkosten verlegt den Blick auf die deutliche geringere postoperative Erkrankungsdauer.
Levine et al., Multicenter registry of balloon catheter sinusotomy outcomes of 1036 patients,
Ann Otol Rhinol Laryngol 2008;117: 263-270
Friedmann et al., Functional endoscopic dilatation of the sinuses: patient satisfaction, postoperative pain and cost, American Journal of Rhinology, Vol. 22, Nr 2: 204-209(6)
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