Facharzt für HNO-Heilkunde, Plastische Operationen, Spezielle HNO-Chirurgie
Dr. Bernd Schuster, München
 

29.11.07

1. Göttinger interdisiziplinäres Schlafsymposium am 17.11.07

Schlafmedizinische Aspekte wurde aus internistischer, zahnärztlicher uns HNO-ärztlicher Sicht diskutiert. Hier die wichtigsten Botschaften:

Die Schlafapnoe ist ein bedeutsames medizinisches und damit auch sozioökonomisches Problem. Die kardiovaskulären (Herzinfarkt, Schlaganfall) und pulmonologischen Risiken und Folgeerkrankungen sind enorm. Die Lebensdauer der unbehandelten bzw. nicht erkannten Schlafapnoe verkürzt sich nach statistischen Erhebungen um bis zu 8 Jahre. Schnarchen ist das häufigste initiale Symptom, das den Patienten zum Arzt führt. 8 Millionen Bundesbürger sind davon betroffen.

Die Erkrankung ist behandelbar sowohl konservativ als auch operativ. Die Schlafendoskopie in Kurznarkose ist ein wichtiges Instrument der Diagnostik.

Auch Kinder sind von der Problematik betroffen, im allgemeinen verursacht durch große Mandeln und Polypen. Hier kann die Laser- oder Radiofrequenztonsillotomie Abhilfe schaffen.

Schlafapnoe bei Kindern führt zu signifikant reduzierten cognitiven Leistungen. Nach neuesten Daten sind die Schulleistungen bei Kindern mit belüftungsrelevanten Engstellen in den oberen Atemwegen deutlich schlechter als beim gesunden Kontrollkollektiv.

Es stehen eine Reihe minimal invasiver Verfahren zur Behandlung der Schlafapnoe und des Schnarchens zur Verfügung, die ihre individuelle Indikation haben: Pillar-Procedures, Radiofrequenztherapie, Laserbehandlung des weichen Gaumens, Coblationsconchotomie.



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