Facharzt für HNO-Heilkunde, Plastische Operationen, Spezielle HNO-Chirurgie
Dr. Bernd Schuster, München
 

10.11.07

Die Rolle der Aspirinintoleranz bei der Diagnostik und Therapie der chronischen Rhinosinusitis

Das Wiederauftreten von Polypen des Nasennebenhöhlen-Systems nach Operationen wird mit einer Größenordnung von etwa 40% angegeben. Ursächlich ist häufig eine Aspirinintoleranz, die auf einer Arachidonsäurestoffwechselstörung beruht. Diagnostisch steht hierfür der sogennante Eicosanoid-Imballance-Test zur Verfügung. Therapeutisch ist die adaptive Desaktivierung weiterhin state of art. Empfohlen werden verschiedene Dosierungen als Erhaltungsdosis bis auf eine Minimaldosis von 100 mg Aspirin pro Tag. Nach Studien an über 400 Patienten konnte die HNO Universitätsklinik Mainz eine signifikante Reduktion der Rezidivpolyposis nachweisen.

Fazit: Langfristig verträgliche Erhaltungsdosen von Aspirin reduzieren das Rezidivrisiko bei Polypen des Nasennebenhöhlensystems.

Hauptvortrag von Herr Dr. med. habil. J. Gosepath auf der 78. Hauptversammlung der Deutschen Gesellschaft für HNO Heilkunde 16.5-20.5.2007



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